„Ich bin die Auferstehung und das Leben.“
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11. Juli 2016

Johannes Neudeck wird Friedenspädagoge

im Pädagogisch-Theologischen Zentrum der Evangelischen Landeskirche in Württemberg

STUTTGART-BIRKACH. Der bisherige Friedens- und Versöhnungsbeauftragte der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens Johannes Neudeck (54) wird zum 1. September 2016 Referent für Friedenspädagogik am Pädagogisch-Theologischen Zentrum der Evangelischen Landeskirche in Stuttgart-Birkach. Landessynode und Oberkirchenrat haben die Projektstelle für Friedenspädagogik für 5 Jahre eingerichtet, um die zahlreichen Aspekte der Friedensarbeit, wie die des interkulturellen und interreligiösen Miteinanders, der Gewaltprävention, theologisch begründeter Friedensarbeit in innerkirchlichen und zivilgesellschaftlichen Zusammenhängen verstärkt aufnehmen zu können. Ziel der Aufgaben ist es, in unterschiedlichen kirchlichen und gesellschaftlichen Kontexten für den christlichen Friedensauftrag zu sensibilisieren, zu praktischen Schritten zu motivieren und durch die Umsetzung friedenstheologischer und friedensethischer Impulse, durch Anleitung von Multiplikatoren und thematische Angebote für Kirchgemeinden und Gemeindegruppen die Friedensarbeit zu unterstützen. Johannes Neudeck wird vernetzt mit dem Friedenspfarramt der Landeskirche arbeiten. In der Landeskirchlichen Arbeitsgemeinschaft für Friedensarbeit (EAK Württemberg) erhält er Sitz und Stimme. Auch die Vernetzung der kirchlichen Friedensarbeit mit nichtkirchlichen Einrichtungen und Gremien wird ein Schwerpunkt der Arbeit des neuen Referenten sein. Die Bildungspläne an den öffentlichen Schulen unterstreichen die Notwendigkeit der Friedensarbeit in einer globalen Welt und einer pluralistischen Gesellschaft.

Der 1961 in Mannheim geborene Johannes Neudeck studierte Theologie in Basel, Heidelberg und Chicago. Nach dem Dienst als Pastor in Montreux (Schweiz) war er theologischer Mitarbeiter der Geschäftsführung von CVJM-Reisen. Er arbeitete von 1993 bis 2004 in Kroatien und Bosnien-Herzegowina. Er ist Gründer des Vereins „Hilfe konkret“ (Mannheim), der sich in zahlreichen Projekten für Notleidende auf dem Balkan engagiert. Bis heute engagiert er sich u.a. im Aufbau eines christlich-evangelischen Gymnasiums, der Arbeit unter Romafamilien und unter Flüchtlingen, schwerpunktmäßig entlang der Balkanroute.

Nach seiner Tätigkeit als Generalsekretär des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) in Sachsen wurde er 2010  Beauftragter für  Friedens- und Versöhnungsarbeit der Evangelischen  Landeskirche in Sachsen. Er begleitete geschäftsführend die Herausgabe einer Bildungsmappe „Friedensbildung und Friedenserziehung in Sachsen“, die als Materialangebot für Schule und Gemeinde auch über Sachsen hinaus Verbreitung fand. Als berufenes Mitglied des Beirates der Frauenkirche unterstützte er die internationale Friedens- und Versöhnungsarbeit dieser Kirche und bereitete dort zahlreiche Veranstaltungen vor, auch in Zusammenarbeit mit der Ev. Akademie in Meißen. Er konzipierte und gestaltete die auf Jugendliche ausgerichtete PEACE-Academy an der Frauenkirche mit und begleitete die Vorbereitung der Friedensnobelpreisträgerreden an der Frauenkirche. Im Herbst 2014 wurde er in den Projektausschuss für Flüchtlingshilfe der sächsischen Landeskirche berufen, der die Projektmittelvergabe an Kirchengemeinden und -bezirke verantwortet und begleitet. Außerdem arbeitete er in der sächsischen AG „Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus“, im Arbeitsausschuss der Konferenz für Friedensarbeit im Raum der EKD und im Beirat für Freiwilligendienste der EKD mit. Johannes Neudeck ist verheiratet und hat drei Kinder.

Quelle: PTZ Stuttgart