„Wer mir dient, muss mir auf meinem Weg folgen.“
Joh 12,26 BasisBibel.de

31. Juli 2017

Junge Menschen im Glauben begleiten

Cornelius Kuttler und Dieter Braun beim EJW-Fest in ihre Ämter eingesetzt

Beim EJW-Fest wurden am 9. Juli im Tagungszentrum Bernhäuser Forst Cornelius Kuttler als Leiter des EJW und Dieter Braun als Fachlicher Leiter des EJW in ihre Ämter eingeführt. Der festliche Gottesdienst mit rund 400 Gästen wurde von der musikplus-Band gestaltet.

„Einer mag überwältigt werden, aber zwei können widerstehen, und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei“. Mit diesem Bibelwort aus Prediger 4, 12 begrüßte Andreas Lämmle, der Vorsitzende des EJW, Pfarrer Cornelius Kuttler als neuen Leiter. Durch die gemeinsame Arbeit solle vor allem einer sichtbar werden, nämlich Jesus Christus. Dazu müsse man sich zuvor „fest mit ihm verknüpfen lassen“ und dann geistliches Leiten wagen und geschehen lassen. Denn Jesus Christus sei die eigentliche Quelle, die uns bei allem eigenen Tun „um wie viel mehr versorgen werde“. In den Horizont dieses Verses aus Matthäus 6 stellte er Dieter Braun, der immer wieder Neues entwickle, um den Aufgaben der Jugendarbeit noch „meer“ gerecht werde. Symbolisch überreichte er dem „Mann vom Bodensee“, der in Friedrichshafen geboren ist, schließlich eine Flasche „Schwäbisches Meer“, als kleine Erinnerung an „seine Lebensquelle: Jesus Christus“.

Für Mike Corsa, den Generalsekretär der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej), muss die Evangelische Jugendarbeit ein Backbone für Kinder und Jugendliche sein, frei von Zwängen und Interessen. In Zusammenarbeit mit anderen Arbeitsgemeinschaften sei das EJW damit ein solches Rückgrat, ein Raum der Freiheit der Selbststeuerung für Kinder und Jugendliche und ein Raum, in dem die Kommunikation des Evangeliums stattfinde.

„Der Glaube führt den Menschen zu Gott, die Liebe führt ihn zu den Menschen“, zitierte Karsten Hüttmann, Leiter des Referats Missionarisch-Programmatische Arbeit im CVJM Deutschland, Martin Luther und erinnerte daran, dass man erst aus der eigenen Beziehung zu Gott heraus, Wegweiser für Kinder und Jugendliche sein und zu diesem Glauben einladen könne. Diese Einladung geschehe nach 1. Korinther 13 in und durch Liebe. In diesem Sinne freut  er sich auf eine gemeinsame Zusammenarbeit mit Kuttler und Braun.

Kirchenrat Hans-Joachim Janus, Referatsleitung Werke und Dienste im Evangelischen Oberkirchenrat Stuttgart, verglich das Leitungsamt im EJW mit dem Balancieren eines Mobiles. Es ginge darum verschiedenste Stücke in Balance zu bringen und zu halten wie zum Beispiel das Jugendwerk mit der Landeskirche oder bewährte Traditionen mit neuen Formen für attraktive Jugendarbeit. „Wenn alles klappt, ist ein Mobile ein Stück Poesie, das vor Lebensfreude tanzt und überrascht“, so Janus. Er wünscht sich, dass die beiden theologisch profiliert, jugendpolitisch engagiert und kreativ in Leadership und Empowerment sind.

Pfarrer Cornelius Kuttler ging im Festgottesdienst der Frage nach, wie Menschen zum Glauben kommen, denn „Menschen auf dem Weg des Glaubens zu begleiten ist die grundlegende Aufgabe, der sich das EJW verpflichtet weiß“. In seiner Predigt zu Johannes 1, 43 - 51 kam er zu einer zweifachen Antwort. „Glaube kann da entstehen, wo wir ehrlich sind und aufhören, Perfektion vorzuspielen. Glaube kann da entstehen, wo wir Zweifel aushalten und sie Gott hinhalten. Und Glaube kann da entstehen, wo wir entdecken, dass die Worte von Jesus uns gelten“, so Kuttler, denn „Gott handelt durch uns und trotz uns“.